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Anwendung und Umsetzung von Informationskompetenz

Sollte die Euregiokompetenz-Strategie im schulischen Bereich erworben werden, können bestimmte Lerninhalte im Fach Politik/Gesellschaftslehre bzw. im Fach Wirtschaftslehre im Vorfeld bereits erarbeitet werden. Es bietet sich dann an, den Bereich Informationskompetenz und das Fach Politik / Gesellschaftslehre / Wirtschaftslehre in Personalunion zu unterrichten.

Für die Vermittlung in anderen berufsbildenden Maßnahmen kann ein eigener Kurs „Informationskompetenz“ angeboten werden. Viele Fragen zum sozialen Sicherungssystem und zum Arbeits -und Steuerecht unterliegen einem starken Wandel, sodass es sich mitunter schwierig gestaltet, die Unterrichtsmaterialien dem Tempo der Entwicklung anzupassen. Aktuelle Hintergrundinformationen müssen daher im Unterricht mithilfe des Internets recherchiert werden.

Außerschulische Lernorte wie Museen, historische Orte oder Informationszentren eignen sich ausgezeichnet, um Wissen über die Nachbarregion zu vermitteln. Dies gilt erst recht, wenn sie in unmittelbarer Nähe liegen. Denn alleine schon der Grenzübertritt bietet für Schüler eine Chance, andere europäische Kulturen und Ansichten kennen zu lernen.

Unterrichtliche Inhalte des Bereichs Informationskompetenz können ebenso an außerschulischen Lernorten erarbeitet werden.

Viele Grenzregionen bieten beispielsweise eine sog. Grenzgängerberatung(Bürgersprechstunde) an. Wichtige Fragen zum grenzüberschreitenden Arbeiten könnten von den Teilnehmern mithilfe eines Fragenkatalogs erarbeitet, vorgetragen und von kompetenter Seite beantwortet werden.

Die Ausbildungs-und Prüfungsordnung sieht vor, dass für die Vermittlung der Teilkompetenz Informationskompetenz ein zeitlicher Rahmen von 40 Unterrichtsstunden zur Verfügung steht. Es erscheint daher sinnvoll, dass diese Stunden zeitlich mit dem Unterricht im Fach Politik/Wirtschaftslehre verknüpft werden, da es oftmals thematische Überschneidungen gibt. 

Die Prüfungsordnung besagt, dass am Ende der Unterrichtsreihe zu erwarten ist, dass „die Kandidatin/der Kandidat ausgehend von einer Handlungssituation zeigt, dass sie / er fähig ist, sich die zur Lösung des Problems notwendigen Informationen durch Einsatz traditioneller oder elektronischer Medien zu beschaffen und diese zielgerichtet auszuwerten“.